Mit ihrem 799-cm³-Zweizylinder bleibt die KTM 790 Duke eine der charakterstärksten Maschinen in der mittleren Naked-Klasse. 95 PS und 87 Nm reichen nicht nur für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 205 km/h, sondern vor allem für kräftigen Durchzug aus engen Kurven und ein sehr lebendiges Ansprechverhalten. Das geringe Gewicht unterstützt den spielerischen Eindruck: Die Duke fällt leicht in Schräglage, wechselt blitzschnell die Richtung und bleibt beim Herausbeschleunigen angenehm kontrollierbar. Euro 5+ wird sauber erfüllt, ohne dass der Motor seinen markanten Punch verliert. Die neue Abstimmung von Fahrwerk, Bremsen und Ergonomie macht sie vielseitiger, ohne den radikalen Grundcharakter zu verwässern. Wer regelmäßig pendelt, bekommt ein handliches und komfortables Naked-Bike; wer am Wochenende kurvige Landstraßen sucht, findet ein deutlich schärferes Werkzeug als bei vielen defensiver abgestimmten Konkurrenten.
Die KTM 790 Duke steht 2027 dort, wo ein modernes Mittelklasse-Naked-Bike stehen sollte: zwischen zugänglicher Alltagstauglichkeit und echtem Kurvenwerkzeug – ideal für Fahrer, denen eine MT-07 zu brav und eine 990 Duke zu groß oder zu teuer ist. Ich mag an ihr besonders, dass sie nicht über rohe Spitzenleistung beeindrucken muss. Der LC8c liefert seinen Punch früh, druckvoll und kontrollierbar, sodass ich aus engen Kehren sauber herausbeschleunigen kann, ohne ständig auf den Drehzahlmesser zu starren. Dazu kommt dieses typisch KTM-leichte Einlenken: Blick setzen, Druck am Lenker anlegen, und die Duke folgt unmittelbar. Das überarbeitete Fahrwerk bringt mehr Ruhe beim harten Anbremsen und hält die Linie auch dann, wenn der Asphalt unruhig wird. Gegen Yamaha MT-07 und Honda CB750 Hornet wirkt sie sportlicher und elektronisch ambitionierter, gegen eine Triumph Trident 660 kantiger und direkter. Eine 990 Duke bietet mehr Druck, aber die 790 bleibt die bessere Wahl für alle, die jeden Kilometer aktiv fahren wollen.
Für mich ist die 790 Duke 2027 die ausgewogenste KTM im sportlichen Mittelklasse-Naked-Segment. Sie verbindet kräftigen Durchzug, niedriges Gewicht und messerscharfes Handling mit deutlich besseren Reserven bei Fahrwerk und Bremsen. Gegenüber MT-07 und Trident 660 wirkt sie fordernder, aber auch aufregender. Wer Kurven nicht nur abspulen, sondern aktiv erleben will, liegt hier richtig.
Die bisherigen Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild der 2027er 790 Duke. Cycle News hebt hervor, dass KTM den Charakter des Motors bewahrt, die Gasannahme glättet und das Motorrad in schnellen Kurven zugleich agil und stabil wirkt. Besonders gelobt werden das neue WP-Fahrwerk, die kräftig dosierbare Bremsanlage und die serienmäßigen Pirelli-Reifen; bei schlechtem Grip wurde allerdings ein früh arbeitendes Hinterrad beschrieben. RevZilla bewertet Sitzposition, Bedienung und Elektronik als gelungen, kritisiert aber die ungünstige Anordnung von Schalthebel und Hinterradbremse. Motorradonline sieht spürbar mehr Gefühl für das Vorderrad, mehr Komfort und größere Reserven, merkt jedoch eine leichte Nervosität bei tiefer Schräglage an. Insgesamt gilt die Duke als sportliche, gut ausgestattete Alternative zu Yamaha MT-07, Honda CB750 Hornet und Triumph Trident 660. ([cyclenews.com]) Quellen: ktm.com; cyclenews.com; youtube.com. Vedi la fonte