Sound del motore
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Mit 48 PS, 43 Nm und 178 Kilogramm fahrfertigem Gewicht trifft die F 450 GS einen interessanten Mittelweg: Sie bleibt A2-tauglich, fühlt sich aber nicht nach einer abgespeckten Einsteiger-Enduro an. Der neue Zweizylinder dürfte im Alltag elastisch genug sein, während die überschaubare Masse in engen Kurven, beim Rangieren und auf losem Untergrund spürbar hilft. Auf der Straße sind 165 km/h ausreichend, der eigentliche Reiz liegt jedoch im frühen Drehmoment und in der gut dosierbaren Kraftentfaltung. BMW setzt zudem auf eine für die Klasse ungewöhnlich umfangreiche Elektronik mit mehreren Fahrmodi, schräglagenabhängiger Traktionskontrolle und ABS sowie einem großen TFT-Display. Je nach Ausstattung reicht die Ausrichtung von alltagstauglich bis deutlich geländeorientiert. Damit wird die F 450 GS zur direkten Antwort auf die KTM 390 Adventure und zur technisch aufwendigeren Alternative zur CFMOTO 450MT.
Die BMW F 450 GS steht dort, wo viele A2-Fahrer und Umsteiger eine echte Reiseenduro suchen: deutlich erwachsener als eine kleine Einzylinder-GS, aber handlicher und weniger einschüchternd als eine F 900 GS. Ihr stärkstes Argument ist nicht die reine Leistung, sondern die Verbindung aus niedrigem Gewicht, sauberem Ansprechverhalten und ernst gemeinter Offroad-Tauglichkeit. Auf kurvigen Straßen dürfte der drehfreudige Zweizylinder genügend Punch liefern, ohne Einsteiger mit ruppiger Gasannahme zu überfordern. Im Gelände zählt das gut kontrollierbare Fahrwerk, der kräftige erste Antritt und die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Fahrmodi gezielt Vertrauen aufzubauen. Besonders spannend ist die Easy-Ride-Kupplung der Trophy-Variante: Sie nimmt Stress aus langsamen Passagen und kniffligen Anfahrten. Gegen KTM 390 Adventure, CFMOTO 450MT und Himalayan positioniert sich die BMW hochwertiger und elektronisch ambitionierter, muss diesen Anspruch aber auch beim Preis rechtfertigen.
Die F 450 GS könnte die bislang überzeugendste kleine GS werden, weil sie Alltag, Kurvenspaß und Gelände nicht nur optisch zusammenbringt. Ihr geringes Gewicht und die gutmütige Kraftentfaltung machen sie zugänglich, während die Trophy-Ausstattung echte Abenteuerambitionen zeigt. Gegenüber KTM und CFMOTO spricht die BMW für sich mit Technik, Markenimage und Easy-Ride-Kupplung. Entscheidend bleibt, wie hoch der Preis mit sinnvollen Extras ausfällt.
Die bisherigen Tests zeichnen ein überwiegend positives Bild. Mehrere Fahrberichte loben die leichte Kontrollierbarkeit, den kräftigen Durchzug des 420-cm³-Zweizylinders und das überraschend souveräne Auftreten im Gelände. Besonders die Trophy-Version mit Easy-Ride-Kupplung wird als Vorteil für Einsteiger und für technische Passagen beschrieben, weil sie Abwürgen praktisch verhindert und die linke Hand entlastet. Auf der Straße wird die F 450 GS als agil und angenehm entspannt wahrgenommen, allerdings nicht als souveräne Langstreckenmaschine: Windschutz, Bremsgefühl und fehlender Tempomat werden kritisiert. Auch das weich abgestimmte Fahrwerk kann bei härteren Landungen an seine Grenzen kommen. Im Vergleich sehen die Tester die BMW als hochwertigere und technisch umfassendere Alternative zu KTM 390 Adventure, CFMOTO 450MT und Royal Enfield Himalayan, warnen aber vor einem potenziell hohen Preis mit Zubehör. Quellen: cyclenews.com; motorradundreisen.de; youtube.com. Vedi la fonte