Som do motor
Direitos de áudio: © BMW AG. Gravação do fabricante – protegida por direitos de autor, reproduzida para fins editoriais/informativos com indicação da fonte. Sem download, sem reutilização.
Mit 105 PS und 93 Nm liefert der Reihenzweizylinder genau den Charakter, den eine große Mittelklasse-Reiseenduro braucht: kräftig aus niedrigen Drehzahlen, drehfreudig beim Überholen und auf langen Etappen angenehm gelassen. Die 246 Kilogramm fahrfertig sind spürbar, verschwinden aber erstaunlich gut, sobald die Maschine rollt. Besonders auf kurvigen Landstraßen überzeugen die stabile Front, die klar dosierbaren Bremsen und der satte Grip beim Herausbeschleunigen. Für ausgedehnte Reisen sprechen der große Tank, die entspannte Sitzposition und der wirksame Wetterschutz. Im direkten Vergleich zur F 900 GS ist sie weniger verspielt, dafür deutlich souveräner auf Distanz und mit Gepäck. Technisch bleibt sie eine Verbrenner-Adventure ohne künstliche Dramatik: zugänglich, kräftig und auf viele Einsatzbereiche ausgelegt.
Schon im morgendlichen Stadtverkehr zeigt die F 900 GS Adventure, worum es bei ihr geht: Sie wirkt groß, fährt sich aber erstaunlich leicht und lässt sich präzise zwischen Autos hindurchführen. Auf der Landstraße gefällt mir der druckvolle Twin besonders beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven. Der Punch kommt sauber, die Traktion bleibt berechenbar, und beim Anbremsen vermittelt das Fahrwerk viel Ruhe. In schnellen Wechselkurven spürt man allerdings das Gewicht stärker als bei der leichteren F 900 GS. Dafür bietet die Adventure auf langen Etappen deutlich mehr Reichweitenkomfort und besseren Windschutz. Gegen eine Yamaha Ténéré 700 wirkt sie kräftiger und komfortabler, gegen eine KTM 890 Adventure kultivierter, aber weniger kompromisslos sportlich. Zur großen R 1300 GS fehlt ihr Hubraum und Prestige, dafür bleibt sie handlicher, zugänglicher und im Alltag weniger überfordernd. Ihre eigentliche Stärke ist die überzeugende Mischung aus Reisemotorrad, Kurvenjäger und Schotterpartner.
Die F 900 GS Adventure ist keine verkleidete Enduro für maximale Härte, sondern eine ausgesprochen vielseitige Reiseenduro. Ihr Motor begeistert mit kräftigem Punch, das Fahrwerk schafft Vertrauen auf Asphalt und Schotter. Das Gewicht verlangt Respekt, wird aber durch die ausgewogene Balance gut kaschiert. Wer Komfort, Reichweite und Alltag höher bewertet als radikale Geländeperformance, findet hier eine sehr stimmige BMW.
Die im Internet veröffentlichten Tests zeichnen ein sehr einheitliches Bild. Motorcyclist lobt den kultivierten Durchzug des 895-cm³-Twins und die große Reichweite, sieht die Adventure aber klar als komfortorientierte Reiseenduro. ADAC bewertet den Motor als kräftig und elastisch, hebt die agilere Auslegung gegenüber der F 850 GS hervor und beschreibt die Bedienung als gelungen. AutoX betont vor allem die bequeme Ergonomie und die enorme Tourentauglichkeit, überrascht aber zugleich vom brauchbaren Verhalten auf losem Untergrund. Als wiederkehrender Kritikpunkt tauchen Gewicht, aufpreispflichtige Elektronik und die Tatsache auf, dass die Adventure im Gelände weniger verspielt wirkt als die schlankere F 900 GS. Insgesamt wird sie als ausgewogener Allrounder zwischen Yamaha Ténéré 700, KTM 890 Adventure und Hondas Africa Twin eingeordnet. ([motorcyclistonline.com]) Quellen: bmwmotorcycles.com; bmwmotorcycles.com; motorcyclistonline.com. Ver a fonte